Headbanging Saturday: Konzert von Overkill und Sanctuary

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Wie bereits in meinen weekly facts erwähnt, war es diesen Samstag so weit: In unserem kleinen, aber feinen Veranstaltungszentrum Komma in Wörgl (die es immer wieder schaffen, wirkliche Granaten zu verpflichten, und dabei die Eintrittspreise auch noch moderat zu halten, Respekt….) flogen die Mähnen der Metalheads. OVERKILL hatte sich angesagt, und als Support Suborned (Schweiz) und Methedras (Italien), sowie Sanctuary (USA) mitgebracht. Die Auftritte der Schweizer und Italiener haben wir nicht gesehen, wobei vor allem die Italiener wohl definitiv eine Spur zu heftig für mich gewesen wären (Death Trash…).

Aber dann ging es los mit Sanctuary – und dabei erwies sich der Rolli meines Mannes als sehr praktisch, da das Publikum sehr bereitwillig zur Seite wich, und wir uns Stück für Stück bis zum „Pressegraben“ nach vorne arbeiteten, und schließlich unseren Platz in der ersten Reihe einnahmen. Sanctuary (1985 – 1991, danach Nevermore; Neugründung 2010) versorgten uns mit verschiedenen Facetten des Power-und Heavy Metal, Sänger Warrel Dane (mit Cowboyhut, hat mich für Metaller etwas erstaunt) feierte seinen 54. Geburtstag und wurde vom Publikum mit Geburtstagsständchen geehrt. Leider hatte er stimmlich etwas zu kämpfen und war offenbar gesundheitlich etwas angeschlagen, wie wir nach dem Konzert von Bassisten Jim Sheppard erfuhren. Im Großen und Ganzen fiel dies jedoch nicht wirklich ins Gewicht, uns haben sie gut gefallen, und wir waren gut eingestimmt auf den Hauptakt – OVERKILL!

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Sanctuary

Die Herren aus New York trashen sich bereits seit 1980 durch die Bühnen der Welt, 2014 erschien ihr 18. Studio-Album „White Devil Armory“ und huii, die haben es immer noch drauf. Mit größtem Selbstbewusstsein betraten sie die Bühne und rockten los, unser Stehplatz war einfach genial, weil wir so nahe an Gitarrist Derek Tailer dran waren, dass es fast wie eine Privatvorstellung von ihm für uns war. Beim 2. Song warf er uns einen signierten Gitarrenplek zu, und der unverwüstliche Sänger Bobby Ellsworth (erlitt mal während eines Auftritts einen Schlaganfall, hat sich aber vollständig erholt) raste und hüpfte graziös über die Bühne, und sie präsentierten einen tollen Mix aus Klassikern und neuen Songs und bewiesen, dass Metal nicht gleich altes Eisen bedeutet, auch als Mittfünziger.

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Derek Tailer

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Bobby „Blitz“ Ellsworth

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Die Lichteffekte fand ich sehr gelungen, wenngleich ich persönlich Stroboskoplicht als sehr stressig empfinde, aber der Wechsel von völliger Dunkelheit zu Flackerlicht etc. hatte durchaus was und die Stimmung war echt prima. Ich wusste vor Konzertbeginn noch nicht, ob sie mir wirklich so gefallen würden, da Trash Metal doch eher ein Genre meines Mannes ist, ich komme ja eher aus dem Symponic-/Power-/Opera-Metal-Eck, aber live ist das noch mal ganz was anderes, da kann auch der Drummer schon mal rasen, das ist einfach klasse mit anzusehen, ich fand Overkill und Sanctuary toll und würde jederzeit wieder ein Konzert von ihnen besuchen.

Als die Show beendet war (inzwischen hatten wir auch noch einen Drumstick abgestaubt), ließen wir vom Sanctuary-Sänger unsere CD signieren (das ist ja auch so toll am Komma, die Künstler kommen nach der Show zum Merchandise-Stand und man hat eine echte Chance auf ein Autogramm, ein paar Worte, ein Händeschütteln oder mal ein Foto). Schließlich tauchten auch Derek Tailer und Bobby Ellsworth von Overkill auf, signierten bereitwillig unser Tourplakat und Derek Tailer wollte wissen, ob ich wohl den Gitarrenplek gefangen hatte, auf jeden Fall drückte er mir gleich noch einen in die Hand 🙂 Dann gesellte sich Jim Sheppard von Sanctuary zu uns, signierte auch die CD und dampfte schließlich damit ab, um sich um die Unterschriften der restlichen Bandmitglieder zu kümmern (ja, wo gibts denn so was??). Nachdem die Komma-Crew bereits ein wenig nervös war, weil Sperrstunde angesagt war, warteten wir vor der Tür, bis auch Jim wieder auftauchte mit unserer CD, noch ein paar Worte mit uns wechselte, und wir uns müde und zufrieden auf den Heimweg machten.

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Overkill rocks!!!

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13 Gedanken zu “Headbanging Saturday: Konzert von Overkill und Sanctuary

  1. Klingt nach einem richtigen guten Konzert. Overkill sowie Sancturary habe ich vor Jahren auf dem Full Force oder Wacken gesehen. Ich war 9 Jahre die Freundin eines Drummers von einer Metall Band lol. Freue mich riesig das ihr Spaß hattet. Kann mir vorstellen, die Bude hat gerockt 😘

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    • Danke sehr! Freut mich voll, wenn dir meine Bilder gefallen. Echt, aber du müßtest in Berlin doch im Konzertmekka sein, nicht? Ich habe jetzt Arch Enemy und Annihilator noch auf dem Programm. Magst du auch Festivals?

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  2. Pingback: Weekly facts | heavythrillingpolish

  3. Hehe, ich hätte mir wohl vor allem die Italiener angesehen, Death und Thrash ist sehr meins!
    Ich hab Overkill erst vor ein paar Wochen auf einem Festival gesehen, ehrlich gesagt haben sie mir vor ein paar Jahren besser gefallen… War jetzt auch nicht voll doof, aber ich kann nicht mal genau erklären, woran es liegt, aber das wäre jetzt leider nicht mehr die Band, die mich als ausschlaggebender Faktor auf ein Konzert locken würde.
    Ich komm erst jetzt mal dazu, ein bisschen mehr in deinem Blog rumzugucken, hätte ich mal früher machen sollen! Könnte doch gut sein, dass ich mich da ein bisschen wiederfinde 😉
    Nur dass ich nicht gern Thriller lese, aber generell Bücher sehr liebe. Komme nur seit dem Studium sehr selten zum Lesen, entweder habe ich dafür so viel zu tun dass keine Zeit mehr ist, oder aber ich habe einfach keine Lust mehr, ein Buch aufzuschlagen nachdem ich den ganzen Tag in Vorlesungsfolien gestarrt habe…
    Liebe Grüße !

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    • Oh Mann, wie cool! Noch eine, die richtig harten Metal mag! Ist mir ausser der Marina von Lacquediction noch nicht oft untergekommen… Ich hoffe, ich schaffe diese Woche endlich den Arch enemy-Bericht, magst du die zufällig auch? Bzw. was hörst du sonst noch für Bands? Für Herbst/Winter stehen in unserem kleinen, feinen VAZ in Wörgl noch Annihilator, Amorphis und Kataklysm am Programm. Wäre toll, wenn ich ab und an was für dich auf meinem Blog zu bieten habe, nagellacktechnisch bist du mir Meilen voraus, sowohl technisch, als auch fotographisch. Aber egal, quatschen kann man so auch prima! Und ich freu mich drauf 🙂

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  4. Oh das klingt super, besonders Kataklysm mag ich sehr! Arch Enemy mag ich mir auch sehr gern angucken, finde ich total beeindruckend und auch gut. Höre ich zu Hause aber irgendwie so gut wie nie. Ich mag viel Death, aber auch gern mal was melodiöses. Du hast ja zum Beispiel Within Temptation als Lieblingsband angegeben – Dito! Gefällt mir einfach gut, live auch total schön. Nightwish mochte ich ja damals mit der Tarja Turunen viel lieber, muss ich sagen. Kann man aber heute auch noch hören. Ich mag generell weniger Power, wie Hammerfall 😉 Eben eher das, wo man die Texte nicht versteht 😛 Und früher habe ich die Pagan Bands gerne rausgegraben, Ensiferum war da ganz lange der totale Liebling!

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    • Oh, das gefällt mir aber sehr zu hören 🙂 Within Temptation… Das wäre ein echter Traum, die mal live zu hören… Dann müssten dir Epica eigentlich auch gut gefallen, wunderbar melodiös mit einigen tiefen Growls dazwischen. Hm, Pagan-Zeug kenne ich eigentlich gar nicht viel, muss mir da mal ein bisschen was davon reinziehen, mein Mann hat eine Menge davon! Glg

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