Blogventskalender: Tür Nr. 16

Hallo liebe Leserschaft, die ihr euch schon langsam wundert, wie omnipräsent ich diesen Dezember bin *g*. Aber es kommt noch besser: Der heutige Beitrag gehört zum entsprechenden 16. Türchen des Blogventskalenders. 23 Blogger haben sich zusammengetan, um euch täglich etwas Weihnachtliches zu präsentieren: Rezepte, Bastelanleitungen, Gewinnspiele, Buchtipps und vieles mehr. Den gesamten Kalender verlinke ich unter diesem Beitrag.

Schön, denkt ihr euch, und was machst du Weihnachtsgrinch in einem Blogventskalender? Na, was wohl? Ich beschreibe die Weihnachtszeit aus der Sicht eines Weihnachtsmuffels, versuche mich an Survival-Tipps, und hoffe, euch ein bisschen zum Schmunzeln zu bringen.

… Wann lagen bei euch heuer die ersten Lebkuchen und Schokoweihnachtsmänner im Supermarkt? Bei uns war es Mitte September. Ich weiss es noch so genau, weil ich gerade Besorgungen für den Urlaub gemacht habe. Zu diesem Zeitpunkt schafft man es noch ganz gut, das Ignorieren. Ich muss ja in der Trafik auch keine Zigaretten kaufen, wenn ich bloss eine Zeitung will. Interessant ist dann die Zeit um den österreichischen  Nationalfeiertag (26. Oktober). Meist sorgt ein Föhnhoch für ein laues Lüftchen und knappe 20 Grad, wenn in Tirols Landeshauptstadt von kurzärmeligen Arbeitern in luftiger Höhe die Weihnachtsbeleuchtung montiert wird. Aber keine Sorge, ein bisschen Verschnaufpause lassen sie einem noch, angeschalten wird sie nämlich nicht sofort.

Aber dann, eine Woche später, es sorgt ein weiteres (oder ist es noch dasselbe?) Föhnhoch dafür, dass man das letzte Eis des Jahres geniesst, wird eine fette Tanne Richtung goldenes Dachl gebracht. Moment mal – der wie vielte ist gerade? Egal, der Christkindlmarkt startet jedenfalls am 15. November. Heiliger Bimbam. Und da natürlich die Touristen, die extra deswegen anreisen, auch eine schön dekorierte Stadt sehen wollen, ist ab jetzt eben Weihnachtszeit. Dass am Balkon gerade die letzten Tomatenstauden einen langsamen Kältetod starben, ist eine andere Sache. Jetzt ist Weihnachtszeit! Und wer es immer noch nicht weiss, der wird es im nächstbesten Kaufhaus erfahren, brühwarm, was letzte Weihnachten passiert ist! Von George Michael höchstpersönlich!

Spätestens ab dem 01.Dezember hat man aber eigentlich keine Ausrede mehr, warum man sich nicht schon unbändig auf Weihnachten freut, die Wohnung noch nicht in rot-gold glitzert, und 16 Bleche mit Plätzchen noch nicht gebacken sind. Ehrlich, ich habe mich am 1. Adventsonntag hingesetzt, in mich hineingehorcht und gefragt: „Weihnachtsstimmung, wo bist du?“ Und es kam kein HoHoHo zurück. Nur ein Aufstossen, aber das lag am Glühwein. Gut, dann muss man schärfere Geschütze auffahren. Ich habe letztes Jahr bei C&A zwei Sweatshirts im Winterausverkauf erstanden: Eins mit der Aufschrift „let it snow“, das andere teilt mit „I love my X-mas Sweater“. (Nein, zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Glühwein mehr. Da war ich einfach verwegen!). Also hab ich das „let it snow“-Shirt angezogen, und, um meinen guten Willen zu beweisen, die Socken mit den Schlitten fahrenden Pinguinen. Also wenn das mal nicht weihnachtlich ist! Ja, und dann hab ich vom Balkon geschaut, hinaus in die Winterlandschaft, vorbei an den blinkenden Eiskristallen des Nachbarbalkons, und es bot sich mir folgendes Bild:

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… Und ich hab mich noch nie weihnachtlicher gefühlt. Wirklich, die Socken bringen’s!

Und hier erfahrt ihr, wie ich Weihnachten dennoch jährlich unbeschadet überstehe:

  • Ausnützen, wenn es auf Weihnachtsmärkten bzw. „Glühweinstandln“ regionale Köstlichkeiten gibt, die man das Jahr über selten bekommt: Zillertaler Kaskrapfen, Kiachl mit Kraut, Apfelradl, Glühwein mit Feenstaub… Wenn es zu voll, zu laut oder kalt ist, kann man das Zeug auch prima mit nach Hause nehmen und in Ruhe verspeisen.
  • „Hilfe, es weihnachtet sehr“ im TV angucken. Meine Mutter und ich können glaub ich fast jeden Satz des Films rund um den Chaoten Chevy Chase und seine Familie auswendig rezitieren. Aber er ist Kult!! (…Hab den Pfosten repariert…)
  • Die „fett wia a Christkindl“-Show von Alkbottle besuchen. Heuer kommen sie leider nicht nach Wörgl, letztes Jahr war es ein Heidenspass.
  • Alte Jazzweihnachtslieder herauskramen. Bei Schmalz im Kiachl kann auch Schmalz im Gehörgang sein. (Billie Holiday! Ich mag sie!!).
  • Wenn auch nicht 16 Sorten, aber etwas Leckeres backen, wonach es in der Wohnung duftet, ist schon nett. Ich hatte in meinen früheren Wohnungen aber längere Zeit kein Backrohr. Dann hab ich so etwas fabriziert: 300 g Milchschokolade (flüssig), 200 g Bitterschokolade (flüssig), 20 g Rapsöl, 170 g Cornflakes, 1 Pkg. Vanillezucker braucht man. Diese Zutaten hab ich vermischt, kleine „Häufchen“ auf ein Blech gesetzt, und diese trocknen lassen. Fertig waren die Cornflakes-Kekse!
  • Und außerdem freue ich mich über ein wenig Freizeit und Familienbesuch.

So, das wars für heute, lasst mir doch eure Gedanken da, was euch in Weihnachtsstimmung versetzt, vielleicht hat da noch wer Tipps für mich? Und nicht vergessen, hier ist der Blogventskalender mit den restlichen Türchen:

blogventskalender






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14 Gedanken zu “Blogventskalender: Tür Nr. 16

  1. Du bist auch ein Weihnachtsgrinch? Ich auch! Und trotzdem wollte ich diesen Adventskalender auf die Beine stellen und habe es getan 😉 Aber Survivaltipps sind natürlich eine geniale Idee für das 16. Türchen!

    Mit den Lebkuchen und solchem Zeug sehe ich das wie du – kann man ignorieren, solange man noch keine Lust darauf hat. Aber ich freue mich sogar, dass es das schon im August gibt, denn ich liebe dieses Zeug das ganze Jahr über 😉

    Weihnachtsstimmung kommt bei mir auch nicht durch Deko oder sowas, sondern in den ungewöhnlichsten Momenten. So wollte ich z.B. als ich Ende November zum Besuch zu Mama fuhr, sooo gern Driving Home for Christmas im Radio hören – aber es wurde mir nicht gegönnt 😦 Aber Stimmung hat eben manchmal doch was damit zu tun, ob man sich drauf einlässt – mit coolen Socken so wie du – oder eben nicht.

    Den Film merke ich mir – vielleicht kann ich den ha Heiligabend mit Mama schauen.

    Die Idee mit den Cornflakes-Keksen klingt super – und ansonsten empfehle ich diese Mini-Öfen. So einen habe ich auch und ein Mini-Blech Kekse habe ich darin dieses Jahr auch produziert. Und rohe Plätzchen mit Datteln oder sowas gibt es ja seit diesem Jahr auch zu Hauf im Internet 😉

    Liebe Grüße

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    • Hey Tabea, ich freu mich total, dich hier zu lesen! Deine Idee mit dem Blogventkalender war echt super, siehst eh, hast sogar einen Grinch zum Mitmachen bewegt 🙂
      Du hast recht, in manchen Momenten sind auch oft gespielte Weihnachtslieder durchaus passend und hörbar, nur die Dauerbeschallung vergällt es einem total. Und wenn man mal im Handel gearbeitet hat, trägt man ohnehin einen Dauerschaden davon…
      Also ich hoffe, dir gefällt der Film, wie gesagt, wir haben ihn schon auf einer klapprigen VHS zigmal angesehen 🙂 Lass es mich wissen, ob du ihn auch so lustig fandest.
      Liebe Grüße und schöne Grinch-Weihnachten

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      • Ich glaube, Weihnachten hat generell viel Schönes zu bieten, nur wird es eben immer übertrieben. Ein kleines Geschenk ist eine nette Aufmerksamkeit – ein Haufen Geschenke, die nicht entsprechend gewürdigt werden können oder nur aus Zwang verschenkt werden, ist traurig.
        Entwas Deko ist mal ganz nett – zu viel davon ist überflüssig und nervt. Lieder mit weihnachtlichen Texten und sowas sind in Maßen gut – aber nicht auf Dauerschleife. Und gutes Essen ist auch schön – aber nicht drei Tage dauer-fressen mit mega Zuberetungsstress.

        Falls ich es schaffe, den Film zu schauen, sage ich Bescheid 😉

        Liebe Grüé

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  2. Ich bin einfach so gar nicht in Weihnachtsstimmung, da helfen leider auch deine ganzen Tipps nicht 😉 trotz jeden Tag Christmas Playlist auf Spotify hören, aber wenn es draußen zweistellige Plusgrade bei Sonnenschein hat, lässt sich mit „Let it snow“ auch nicht viel retten 😀 das einzige, was hilft, ist der Weihnachtsmarkt und der ist hier leider tatsächlich sehr mau oder virile zu übertrieben. England kann einfach nichts richtig machen 😀

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  3. Ach, herrlich. 😀 Ich kann diesen Hype um Weihnachten nicht so ganz verstehen. Dieses angeblich Besinnliche, während sich alle beschweren, wie stressig ist. Endlich sieht man die Familie wieder und dann freut man sich, wenn wieder Ruhe ist. Das Hin und Her Schieben von Geld, was in vielen Familien – seien wir mal ehrlich – das Schenken eigentlich darstellt…. Hm, ich habe die letzten Jahre aus Überzeugung kein Weihnachten gefeiert, denke in letzter Zeit wegen der Kleinen aber wieder darüber nach. Mir gefällt dieser Zwang dahinter nicht so, diese inhaltsleeren Traditionen, die aber unbedingt eingehalten werden müssen… Ich hoffe du verstehst mich. Du kriegst übrigens dringend noch eine Mail von mir, du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr mich deine Post gefreut hat!

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    • Oh schön, Karte gekommen 🙂
      Ganz genau, manche sind einfach von der Rolle, wenn es um Weihnachten geht. Aber mit der Kleinen stelle ich es mir schon nett vor, Weihnachtsgeschichten lesen, wenn sie größer ist Kekse backen helfen und Wohnung dekorieren, basteln und malen… Ohne Zwang, aber eben um alten, eigentlich schönen Traditionen wieder ein bisschen Leben einzuhauchen als Friedens- und Familienfest…. Mal sehen, wie es nächstes Jahr wird, da wird sie ja schon bald 2… Alles Liebe, ich denk an euch

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      • Kekse backen kommt auf jeden Fall! Für mich kommt halt nicht infrage ihr vom Weihnachtsmann oder Christkind zu erzählen, aber ansonsten ist ja eigentlich nichts schlimmes dran. Es kam mir die letzten Jahre einfach falsch vor ein angeblich christliches fest mit heidnischem Ursprung mit lauter Atheisten zu feiern, aber ich denke wenn mein Mann und ich uns über den Rahmen einigen müssen wir ihr das Fest nicht komplett vorenthalten 🙂

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      • Da hast du definitiv Recht! Ich denke immer Hauptsache offen sein Dinge zu überdenken und ehrlich bezüglich seiner Motive sein, dann kriegt man die Sachen schon hin 🙂 dir auf jeden Fall schöne Feiertage! 💕

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